Geschichte Poppelsdorfs in Kurzform

um 1000 Der Ort wird namentlich zum ersten Male in Güterverzeichnissen des Cassiusstiftes erwähnt.
1166 Propst Gerhard von Are erwirbt für das Cassiusstift Ländereien in Poppelsdorf. Die spätere propsteiliche Herrlichkeit umfasst Poppelsdorf, Endenich und Ippendorf
1244 Bonn erhält Mauern und Stadtfreiheit unter Kurfürst Konrad von Hochstaden
1288 Nach der Schlacht bei Worringen, bei der der Erzbischof Siegfried von Westerburg unterliegt, wird Bonn bevorzugter Sitz der Kurfürsten.
1333 Die beiden Poppelsdorfer Mühlen befinden sich im Besitz des Bonner Cassiusstiftes.
1341 Der Erzbischof von Jülich erwirbt die Wasserburg Poppelsdorf
1342 Erzbischof Walram von Jülich erwirbt die zweiteilige Wasserburg Poppelsdorf, die ehemals dem Cassiusstift gehörte, durch Kauf. Später baut sie der Kurfürst Ruprecht von der Pfalz zur Festung aus.
1525 Die Burg Poppelsdorf ist für Jahrzehnte Verwaltungssitz des Kurstaates Köln.
1569 Peter von Kempis, Amtmann zu Godesberg und Mehlem, Kanzler der Bistümer Hildesheim und Paderborn, ist Besitzer der Sternenburg, die wahrscheinlich im 15. Jahrhundert erbaut wurde.
1583 Im Truchsessischen Krieg wird die Poppelsdorfer Burg teilweise zerstört

1610 Die Katzenburg wird erstmals erwähnt
1715 Kurfürst Joseph Clemens von Bayern beginnt mit dem Bau des Poppelsdorfer Schlosses auf dem Gelände der ehemaligen Wasserburg. Damit beginnt auch der Zuzug bedeutender Familien nach Poppelsdorf (Lenné, Leydel etc.). Eine Schule wird in Poppelsdorf bezeugt.
1730 Kurfürst Clemens August von Bayern setzt den Bau des Poppelsdorfer Schlosses fort
1746 Clemens August weiht die Schlosskapelle und ordnet die erste Poppelsdorfer Kirmes an. Zur gleichen Zeit wird mit dem Bau der Heilige Stiege auf dem Kreuzberg begonnen (vollendet 1751). Ebenso 1746 erwirbt der kurfürstliche Bauintendant Graf August Wilhelm Wolff-Metternich die Sternenburg und lässt sie zu einem Rokokoschlösschen umbauen.
1750 Peter Blenz erhält ein Haus in der heutigen Clemens-August-Str. 13. Er ist kurfürstlicher Wasserträger. 
1755 Errichtung der kurfürstlichen, "Porcelain fabrique" in der Katzenburg durch Clernens August.
1757 Bau der Heiligen Stiege auf dem Kreuzberg durch Balthasar Neumann
1775 Am 9. Mai findet nach 25jähriger Unterbrechung wieder ein Bannbegang statt.
1800 Poppelsdorf wird Bürgermeisterei für die Orte Endenich, Kessenich, Dottendorf, Lengsdorf, Duisdorf, Ippendorf, Oedekoven, Röttgen und Ückesdorf. Ebenfalls 1800 wird der neu angelegte Friedhof am Hang
des Kreuzberges in Heimlichkeit geweiht, obwohl er bereits zwei Jahre vorher eingerichtet worden war.
1812 Als Ersatz für die baufällig gewordene erste Kapelle wurde aus den Resten der eingestürzten Martinskirche in Bonn am heutigen Poppelsdorfer Platz eine neue Kapelle erbaut.
1816 Nach den Wirren der französichen Revolution ist Poppelsdorf selbstständige Gemeinde, gehört zu Preussen und zählt 136 Einwohner.
1818 Das Poppelsdorfer Schloss, nun in preussischem Besitz, wird Universitätsinstitut. Damit wächst auch der campus poppelsdorf. Der Schlossgarten wird Botanischer Garten.
1828 An der ehemaligen Porzellanmanufaktur siedeln sich die beiden Firmen Wessel und Mehlem an und beginnen mit der Steingutfabrikation. Wessel bleibt am Ort, Mehlem zieht später an die Fährgasse am Rhein.
1833 Johann Heinrich Cassel wird Bürgermeister von Poppelsdorf und bleibt es 30 Jahre lang (Casselsruhe).
1846 Gründung der Königlich Höheren Lehranstalt an der Meckenheimer Allee (heute landw. Fakultät).
1849 Gründung des Männergesangvereins "Liederkranz".
1861 Das neue Schulgebäude am Kessenicher Weg (heute Sternenburgstr. 23) wird eingeweiht.
1863 Der Rat der Stadt Bonn lehnt den Antrag Poppelsdorfs auf Eingemeindung ab. Grund: Der Ort sei zu arm.
1876 Friedrich Soennecken verlegt seinen Schriftenverlag von Remscheid nach Bonn und beginnt mit dem Aufbau seiner Schreibwarenfabrik an der Kirschallee. Wilhelm Bennauer wird letzter Bürgermeister und der Bau der jüdischen Synagoge wird begonnen.
1888 Grundsteinlegung zur St. Sebastianuskirche.
1889 Gründung der ev. Schule an der Rehfuesstraße (später Soenneckenschule), heute Johannesschule.
1891 Poppelsdorf  wird selbständige Pfarrei.
1892 Einweihung des St. Marienhospitals.
1896 Das Rathaus an der Kirschallee, ist fertig. Bürgermeister: Wilhelm Bennauer
1901 Grundsteinlegung der evangelischen Lutherkirche
1902 Einweihung der Synagoge an der Bennauerstraße.
1903 Enthüllung des Kekulé-Denkmals.
1904 Poppelsdorf wird mit 8.600 Einwohnern und 16 Morgen Weinbergen der Stadt Bonn
eingemeindet, Vollendung der Lutherkirche

1908

Abriß der Sternenburg.

1909 Turmbau der St. Sebastianuskirche fertig.

1926 Großbrand bei der Fa. Wessel.
1926 Gründung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Poppelsdorf
1930 Gründung der Poppelsdorfer Kolpingsfamilie.
1932 Gründung der "Närrischen Gesellen" in der Kolpingsfamilie Poppelsdorf.
1934 Der kommunistische Abgeordnete Otto Renois wird von den Nazis angeblich auf der Flucht erschossen.
1938 Die Syanoge brennt im Zuge des Judenpogroms ab.
1945 Das Poppelsdorfer Schloss wird bei einem Luftangriff nahezu zerstört. Am 8. März rücken die Amerikaner ein. Am 23. Juli wird der Schulunterricht wieder aufgenommen (Schulhaus an der Sternenburgstraße).
1946 Erste Untersuchungen über den Ausbau der Reuterstraße.
1951 Größere Siedlungen entstehen auf dem Venusberg. Ausbau der Uni-Kliniken.
1959 Das Schloss ist weitgehend wiederhergestellt.
1970 Abbruch der Wesselwerke, Beginn der "Sanierung" der Clemens-August-Straße.
1973 Soennecken schließt das letzte Werk Soenneckenfeld. Union-Theater (Kino) macht dicht.
1980 Fa. Zuntz schließt ihre Kaffeerösterei in Bonn.
Wiederaufbau der Clemens-August-Straße, das erste Straßenfest des Ortsbundes
(Zusammenschluß der Poppelsdorfer Vereine und Gruppierungen) findet statt
1989 Die Bebauung der Clemens-August-Straße ist beendet.
1997 Gründung des Fördervereins Poppelsdorfer Geschichte.
2000 300. Geburtstag des Kurfüsten Clemens-August, * 17. August 1700 in Brüssel. Großes Fest im Schloß.
2001 Das Haus der freiwilligen Feuerwehr Poppelsdorf wird aufgegeben und dem Ortsbund Poppelsdorf als Vereinshaus übergeben.
2004 Poppelsdorf feiert den 100. Jahrestag der Eingemeindung nach Bonn

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25.05.04 17:12